Diskussionswochenenden zu Israel-Palästina vom 17. bis 19. Juli und 28. bis 30. August


Auf der ersten Tagung des 18. Bundeskongress wurde im November 2025 der Antrag A12 „Nie wieder zu einem Völkermord schweigen“ mehrheitlich beschlossen. In diesem Antrag wird die bisherige Position rund um den Konflikt in Israel-Palästina grundlegend hinterfragt und eine neue, propalästinensische, Position beschlossen. Für viele Genoss*innen handelt es sich um ein emotional aufgeheiztes und inhaltlich kontroverses Thema. Jenseits von Debatten innerhalb der eigenen Substrukturen/Peergroups hat bislang kaum bis keine fundierte und moderierte Auseinandersetzung zum Themenkomplex stattgefunden. 

An dieser Stelle sehen wir großen Nachholbedarf. Gemeinsam mit Genoss*innen mit unterschiedlichen Standpunkten und Herangehensweisen möchten wir deshalb versuchen einen Raum zu schaffen, in dem wir moderiert, respektvoll und konstruktiv miteinander diskutieren können.
Dafür haben wir in der Sommerpause zwei Termine organisiert, an denen gemeinsame Diskussions- und Bildungswochenenden stattfinden werden. 
Die beiden Termine bauen aufeinander auf, daher ist die Teilnahme an beiden Wochenenden gewünscht.


Ziel ist es am ersten Wochenende zunächst, ein Verständnis für emotionale und politische Hintergründe, Erfahrungen und Motivationen in Bezug auf die Bedeutung des Israel-Palästina-Konflikts für den eigenen Aktivismus aufzubauen und darüber in den Austausch zu kommen. Darüber hinaus wollen wir uns mit der (historischen) Verwobenheit von Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzen und versuchen herauszuarbeiten, weshalb diese Themen innerhalb des Verbandes, einer linken Szene, aber auch gesamtgesellschaftlich eine solche emotionale Wucht mit sich bringen und Schlagkraft haben. 
Am zweiten Wochenende sollen darauf aufbauend spezifische inhaltliche Fragen mit Bezug auf den Antrag A12 und nach Interesse der Gruppe in den Fokus gerückt sowie gemeinsam über die bisherige und die aktuelle Beschlusslage sowie Schlussfolgerungen daraus diskutiert werden.

Der Prozess soll möglichst offen und transparent gestaltet werden. Wir versuchen darauf zu achten, dass sich alle Beteiligten wohl und sicher fühlen können. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass es sich um kontroverse und teilweise emotional stark aufgeheizte Themen handelt – es ist also gut möglich, dass es in einem solchen Diskussionsprozess auch zu emotionalen Verletzungen kommt. Wir wollen versuchen einen Rahmen zu schaffen, in dem ein konstruktiver und solidarischer Umgang, auch mit möglichen Verletzungen, passiert. 

Beide Veranstaltungen werden von Vicky Lessing und Ahmad Dhaknous angeleitet. Vicky und Ahmad sind politische Bildner*innen und machen seit vielen Jahren für verschiedene Bildungsträger politische Bildungsarbeit zu Israel-Palästina und bringen eine fundierte inhaltliche und bildnerische Expertise mit.

Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung (vegan und vegetarisch) sowie die Anreise übernehmen wir. Weitere Informationen erhaltet ihr nach der Anmeldung per E-Mail.

Das 1. Wochenende findet vom 17. bis zum 19. Juli in Hildesheim statt. Das 2. Wochenende vom 28. bis zum 30. August, der Ort wird noch bekannt gegeben.