Beschluss der zweiten Tagung des XIII. Bundeskongress am 9. Mai 2021

Die ohnehin schon bestehende Krise auf dem Ausbildungsmarkt verschärft sich durch die aktuelle Corona Pandemie deutlich. Viele Betriebe bilden gar nicht mehr aus, reduzieren ihre Ausbildungsplätze oder kündigen sogar bereits geschlossene Verträge.
Schon 2020 wurden 11% weniger Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen als im Vorjahr, die Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze dürfte durch die Krise dieses Jahr noch weiter sinken.
Zukunftsängste und Perspektivlosigkeit bei den Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz finden, sind die Folge. Denn wer keine Ausbildung hat, kann dem Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt kaum stand halten.
 Es darf nicht sein, dass jungen Menschen der Zugang zu Ausbildung verwehrt bleibt.
 Um ihnen eine bessere Zukunftsperspektive zu schaffen, fordern wir deshalb:
– Für eine Mindestausbildungsquote von 10 Prozent der Arbeitsplätze in allen Betrieben
– Gesetzlicher Anspruch auf einen Ausbildungsplatz
– Eine Ausbildungsvergütung von mindestens 1.400€ brutto
 – Eine garantierte, unbefristete Übernahme per Gesetz
– Eine sofortige Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich, langfristig eine Reduzierung der Regelarbeitszeit auf 20 Stunden
– Ausbildungsumlage für Unternehmen, die nicht ausbilden, um das Recht auf Ausbildung zu finanzieren
– Sofortige Abschaffung von Schulgeldern

Fehlende Ausbildungsplätze sind kleine Fehler in einem großen System. In einem Wirtschaftssystem, welches milliardenhohe Profite um jeden Preis macht, bleibt nun mal die Mehrheit auf der Strecke – was besonders uns junge Menschen trifft. Deshalb müssen wir langfristig für eine ganz andere Welt kämpfen, eine, in der es um die Bedürfnisse der Menschen geht und in der man nicht für die Wirtschaft sondern für sich und nach seinen Interessen lernt und arbeitet.

Auf Grundlage der Inhalte dieses Beschlusses wird Material (Flyer, Sticker, etc.) erstellt. Das Thema Ausbildung soll schwerpunktmäßig bei der Bundestagswahl 2021 aufgegriffen werden und 2022 eine eigene Kampagne, unter Einbeziehung der Landesverbände und Mitglieder, organisiert werden.

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