Still Not Loving Capitalism – Erklärung des Bundessprecher*innenrats zu den Blockupy-Protesten

 

Über 10.000 Teilnehmer*innen bei Demonstrationen und Protesten in vier Städten sind ein deutliches Zeichen: Der Finanzmarktkapitalismus mit all seinen negativen Auswüchsen stößt auf immer mehr Widerstand. Die autoritäre Verarmungspolitik der EU und der Troika ist nicht „alternativlos“. Im Gegenteil: Die verheerenden Folgen – Massenarbeitslosigkeit, Demokratie- und Sozialabbau, eine menschenfeindliche Asylpolitik oder das Erstarken der radikalen Rechten in fast allen Ländern Europas – machen Alternativen dringender denn je.

Denn diese Missstände sind nicht allein auf das Versagen Einzelner zurückzuführen, sie sind Ausdruck und Resultat eines ökonomischen Systems, dessen Existenz von permanenten Wachstum und Profitmaximierung abhängig ist, ein System, das extreme soziale Ungleichheit sowie die hemmungslose Ausbeutung von Mensch und Natur zwangsläufig produziert. Ein solches System ist auf Sand erbaut und wird folglich nicht das Ende der Geschichte sein.

„Wir werten es als einen großen Erfolg, dass im Rahmen der Blockupy-Aktionstage vom 15.05 bis zum 25.05 die Menschen in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf sowie in anderen deutschen und europäischen Städten zu tausenden auf die Straße gegangen sind, um für ein demokratisches Europa von unten, für grenzenlose Solidarität zu kämpfen. Gleichzeitig verurteilen wir den massiven und völlig ungerechtfertigten Einsatz von Wasserwerfern und die Festnahme zahlreicher Aktivist*innen in Hamburg, Berlin und Brüssel. Keine Repression wird uns davon abhalten, für unsere Rechte einzutreten. Wir freuen uns auf einen heißen Herbst.“, so Karsten Stöber, Bundessprecher der linksjugend[’solid].