Campregeln

Wir wissen, dass es kein charmanter Einstieg in eine gemeinsame Woche ist, erst einmal einen Regelkatalog vorzulegen. Versteht deshalb die folgenden Regeln eher als systematisierte Erfahrung: Über alle aufgeführten Punkte mussten wir in den letzten Jahren diskutieren und sie im Zweifel auch gegen den Widerwillen von Teilnehmer*innen durchsetzen, weil das Camp sonst für andere Teilnehmer*innen oder unsere Gastgeber*innen keine gute Erfahrung gewesen wäre. Erspart uns das. Wir würden viel lieber eine gute Zeit mit euch verbringen, als Camppolizei zu spielen. Davon könnt ihr euch überzeugen, wenn ihr ein wenig darauf achtet euch rücksichtsvoll zu verhalten. Dann trefft ihr nämlich auch das Orgateam abends bei einem Kaltgetränk mit guter Laune.

  • Das Sommercamp soll ein Ort sein, an dem sich alle mit ihren Bedürfnissen wohlfühlen können und der von gegenseitigem Respekt lebt. Teilnehmer*innen, die sich in irgendeiner Weise faschistisch, rassistisch, homophob, sexistisch oder in anderer diskriminierender Form äußern oder verhalten, müssen das Camp verlassen!
  • Wir sind die Gäste der Bewohner*innen der Burg. Bitte beachtet das immer. Menschen und Tiere, die auf der Burg wohnen wollen auch einen Feierabend und haben ein Recht auf Ruhe. Der Hof der Bewohner*innen ist deshalb den Bewohner*innen vorbehalten.
  • Die Tiere werden von den Bewohner*innen der Burg gut versorgt. Bitte füttert sie deshalb nicht.
  • Das Betreten der Burg – außer der von uns genutzten Räume – ist verboten.
  • Bitte kehrt zum Rauchen in unseren Teil des Burghofes zurück und raucht und schwatzt nicht vor dem Burgsaal, denn das nervt nur die Bewohner*innen.
  • Wir legen allen Teilnehmer*innen die Teilnahme an den Plena nahe (täglich ab 20:00 Uhr).
  • Seid euch eurer Außenwirkung bewusst. Handlungen können grenzüberschreitend sein, ohne dass jemand konkret angesprochen wird. Achtet die individuellen Grenzen eurer Gegenüber/eures Gegenübers. Es gilt das uneingeschränkte Konsensprinzip: Nur ein JA ist auch ein „JA“.
  • Jede Form von (non)verbaler, körperlicher und sexualisierter Gewalt wird definitiv nicht geduldet und führt zum Rausschmiss.
  • Gegenseitige Rücksichtnahme ist eine Voraussetzung für den Umgang miteinander. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmer*innen sollen beachtet werden. Zeigt euch solidarisch mit euren Mitmenschen und unterstützt diese, wenn ihr das Gefühl habt, dass sie sich unwohl fühlen.
  • Bitte nehmt besonders Rücksicht auf Familien, Kinder und U18-Jährige.
  • Das Rauchen ist nur unter freiem Himmel gestattet. Bitte achtet beim Rauchen (überall sonst) auf eure Mitmenschen und fragt im Zweifel nach. Das gilt insbesondere zu den Mahlzeiten im Bereich der Tische und Küche, aber auch Abends beim Tanzen auf dem Dancefloor.
  • Bitte geht sensibel mit dem Konsum diverser Substanzen um, derartiges sollte nicht in den Workshop- und Gemeinschaftszelten oder in Räumlichkeiten/auf Plätzen stattfinden, wo andere Teilnehmer*innen es ungewollt mitbekommen können.
  • Dem Verkaufen von Drogen zur Selbstbereicherung insbesondere an U18-Jährige erfolgt ein sofortiger Verweis vom Camp.
  • Schmeißt keine Kippen in den Wald, auf die Wiese oder anderswo hin. Benutzt Aschenbecher. Wirklich nicht. Wir zelten auf einer Weide.
  • Nationalfahnen sind auf dem Campgelände unerwünscht.
  • Generell erwarten wir selbständiges Handeln von allen Teilnehmer*innen. Ihr sollt andere nicht verpetzen, sondern miteinander sprechen. Nur so können wir alle was lernen. In gravierenden Fällen oder wenn euch die Situation überfordert, wendet euch an die Camporga.
  • bei individuellen Grenzüberschreitungen – auch wenn ihr euch unsicher seid wendet euch an Freund*innen, Vertrauenspersonen oder das Awarenessteam oder die Camporga.
  • bei allgemeinen Regelverstößen könnt ihr euch jeder Zeit an die Camporga wenden.
  • Auf dem Hof leben etliche Tiere. Lasst deshalb eure bitte zu Hause.

    Bei Nichteinhaltung der Campregeln kann ein Verweis vom Pfingstcamp ohne Erstattung der Kosten erfolgen!