Fridays For Future

Hier findet ihr unseren Flyer zum Ausdrucken: Fridays_for_Future-Flyer.pdf

Es ist Zeit zu handeln. Die Polarkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wüsten breiten sich aus, Wetterextreme nehmen immer weiter zu. Kurz: Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft. Am stärksten betroffen sind die Länder im Globalen Süden, die gleichzeitig aber am Wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Während man sich zum Beispiel in den Niederlanden gegen den steigenden Meeresspiegel höhere Dämme leisten kann, haben die Menschen in Bangladesch keine Chance sich dem steigenden Meeresspiegel anzupassen. Kleine Inselstaaten werden schon in naher Zukunft komplett von der Erdoberfläche verschwinden. Der Kampf gegen den Klimawandel muss deshalb auch ein Kampf für Klimagerechtigkeit sein.

Schon jetzt sind über 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, Terror, Hunger und Gewalt, aber auch vor Folgen des Klimawandels. Wenn die herrschende Politik jetzt nicht handelt, werden in Zukunft noch weitaus mehr Menschen gezwungen sein, Ihr Zuhause zu verlassen.Doch die Bundesregierung steht auf der Bremse beim Klimaschutz. Der Vorschlag der Kohlekommission bis zum Jahr 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen reicht bei Weitem nicht aus. Die geplanten Entschädigungen für die Kohleindustrie sind ein unnötiges Zugeständnis an die Kohle-Lobby, die jetzt noch Geld dafür abgreifen kann, damit sie nicht so lange wie erhofft das Klima verpestet.

Statt Unterstützung für große Konzerne braucht es eine echte Unterstützung für die Menschen, die jetzt noch in der Kohleindustrie arbeiten. Betriebsbedingte Kündigungen darf es nicht geben. Es braucht Geld für einen Strukturwandel in den betroffenen Regionen. Kurz: Der Kohleausstieg muss sozial gerecht sein. Leider geht es in der globalen Wirtschaft nicht gerecht zu. Wettbewerb und Konkurrenz bestimmen die Wirtschaft und nicht das Wohl von Mensch und Klima. Das Grundproblem ist, dass unser kapitalistisches Wirtschaftssystem nicht kompatibel ist mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der Hunger nach immer mehr Profit und mehr Wachstum in einer Welt, von endlichen Ressourcen und einem Klima, das nicht unendlich viele Schadstoffe aufnehmen kann, verträgt sich nicht. Wir müssen uns entscheiden: Klima oder Kapitalismus.

Es wird nicht reichen dem Kapitalismus nur einen grünen Anstrich zu verpassen, wir müssen unser Wirtschaftssystem grundlegend hinterfragen und Alternativen entwickeln. Alternativen zu der Art und Weise wie wir produzieren, und wie wir konsumieren. Wir müssen unser Energiesystem neu organisieren und die Mobilität der Zukunft planen.Bewegung in diesen Fragen werden wir aber nur erreichen, wenn auch wir uns bewegen. Ob Braunkohle-Bagger besetzen mit Ende Gelände, Baumhäuser bauen im Hambacher Forst oder der wöchentliche Schulstreik. Wichtig ist, dass wir zusammenstehen und uns einmischen. Und dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Nicht von der Politik, nicht von Lehrerinnen und Lehrern und all denen, die uns das Protestieren verbieten wollen. Bleibt ungehorsam!