Das schöne Leben schlägt Wellen – G20 fluten!

Die Widersprüche des Kapitalismus liegen auf der Hand: Armut, Hunger, Umweltzerstörung, lebensverkürzende Arbeitsbedingungen usw. sind die schmutzigen, offenen Geheimnisse eines für alternativlos gehaltenen Kapitalismus. Die G20 sind die größten Profiteure des gegenwärtigen Wirtschaftssystems. Die steigende Zahl armer Menschen auch in diesen Ländern wird übertüncht mit Milliardengewinnen auf der anderen Seite der Reichtumsverteilung. Weil trotz kurzen Straucheln durch die Krise die Gewinne nicht ausbleiben, ist eine Bewältigung der Krise vom Tisch: Es geht nur noch um ihr Management.

Der von uns und vielen anderen geführte Kampf um Alternativen wird so zum Investitionsrisiko, Regieren im Ausnahmezustand und Aufstandsbekämpfung zur Kernkompetenz moderner Staatlichkeit. Die Sicherheitszonen um den G20-Gipfel in Hamburg sind die Spitze des Eisbergs, der gerne der Fels in der Brandung für die Stabilität kapitalistischer Verwertungsbedingungen wäre.
Der Rückgriff auf eine autoritäre Staatlichkeit zeigt nur, dass der Kapitalismus immer schon bewaffnet abgesichert werden musste. Teil dieser Absicherung von Verwertungsbedingungen ist ein festklammern an Nationalstaatlichkeit und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Menschen. Merkels Deal mit der Türkei zur Sicherung der europäischen Außengrenzen oder der von Trump angekündigte Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko wie auch der Ausnahmezustand in Frankreich usw. sind damit Teil einer deutlicher als vorher zu Tage tretenden Allianz aus Neoliberalismus und autoritärer Staatlichkeit. Im Kielwasser dieser Staatlichkeit blühen Rassismus und Nationalismus.
Ihrer nationalistischen Widerlichkeit und ihrem Rassismus setzen wir internationalen und vielfältigen Protest entgegen. Wir stehen für den Gegenentwurf zu ihrer Alternativlosigkeit, deshalb bekämpfen sie uns. Wir sind diejenigen, die über Grenzen hinweg und gegen diese solidarisch miteinander arbeiten. Wir sind Teil der Migrationsbewegung, die sie nicht aufhalten können, Teil einer ungehorsamen Internationalen.
In der Angst vor unserem Protest werden Teile der Hamburger Innenstadt zur Festung und ein Heer an Polizisten zur Absicherung des Gipfels zusammengezogen. Ihre Angst ist berechtigt, denn wir werden zum G20-Gipfel nach Hamburg kommen und unmissverständlich zeigen, dass wir so nicht weiterleben wollen. Unsere Wut auf ihre Ordnung werden wir uns nicht verbieten lassen und ihre Ordnung ist auf Sand gebaut.

5.-6. Juli Gipfel für globale Solidarität // Kampnagel-Fabrik / Hamburg
07. Juli Tag der widerständigen und ungehorsamen Massenaktionen
08. Juli Großdemonstration Grenzenlose Solidarität statt G20!