Erklärung des Bundessprecher_innenrates vom 24.10.2013

Wir haben mit Bestürzen festgestellt, dass zu der Veranstaltung “Podiumsdiskussion zum Thema Syrien” der linksjugend[’solid] Dusiburg, am 24.Oktober 2013, mit Abdullah Abdullah, auch ein Vertreter der Baath-Partei um Bashar al-Assad eingeladen wurde. Wir distanzieren uns als Jugendverband von dieser und jeder anderen Veranstaltung, wo Vertreter_innen eingeladen werden, die offensichtlich in ihrer Funktion und Argumentation Diktaturen, wie das Regime unter Assad, unterstützen.

Die linksjugend [’solid] ist ein progressiver, pluralistischer linker Verband. Jedoch gibt es auch Grenzen der Pluralität. Der berechtigten Kritik am Vorgehen der so genannten Rebellen in Syrien und der Einmischung in den Konflikt von NATO-Staaten und die polit-ökonomischen Interessen, die dem zu Grunde liegen, wird mit einer solch einseitigen Veranstaltung kein Dienst erwiesen. Die Veröffentlichung von Verbrechen an der Zivilbevölkerung von Seiten einiger Fraktionen der Rebellen rechtfertigt in keinem Fall, Vertreter_innen eines Regimes einzuladen, das sich selbst einer Vielzahl von Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat zu Schulden kommen lassen.

Es ist nicht die Aufgabe eines linken Jugendverbands reaktionären Kräften durch Veranstaltungen eine Plattform zu bieten.

 

Der Bundessprecher_innenrat der linksjugend [’solid]