20.-22.04. in Hannover
Fairtrade-Siegel, Biosupermärkte und Bier, dessen Kauf den Regenwald schützt: Das eigene Konsumverhalten und was mensch damit dazu beitragen kann, dass sich Umwelt- und Arbeitsbedingungen verändern, ist Thema nicht nur in kapitalismuskritischen Zusammenhängen. Zunehmend nutzen Hersteller soziale und ökologische Projekte und Verpflichtungen zur Imageverbesserung und Umsatzsteigerung.
Wir wollen im Seminar untersuchen, ob und wie kritischer Konsum zur Verbesserung von Arbeits-, Lebens- und Umweltbedingungen beitragen kann. Darüber hinaus soll es darum gehen, was „bewusstes Konsumverhalten“ mit einem linken Selbstverständnis zu tun hat: Muss ich als Linke_r fair trade kaufen?
Wochenendseminar in Hannover
20.-2.04. 2012 | Kosten: 10€ | Fahrtkosten und Übernachtungen in der Jugendherberge werden erstattet
25.-27.05. in Jena
Die undurchsichtige Rolle der Geheimdienste in den bekannt geworden Morden des Nazi – Trios »NSU« ist skandalös. Rassistische Klischees standen der Aufklärung der Taten entgegen, jahrelang ermitteln die Behörden in Richtung „milieutypischer Auseinandersetzungen“. Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP lehnen eine Überprüfung der Opferzahlen rechter Gewalt ab. In Dresden ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Demonstrant_innen, die im Februar einen Naziaufmarsch blockiert haben. Es werden massenhaft Funkzellendaten von Protestierenden gesammelt, Telefone abgehört und Verfahren geführt.
Was bedeutet das für unsere antifaschistische Praxis und den täglichen Kampf gegen Rassismus, Rechtspopulismus, Sozialchauvinismus und Antisemitismus? Welche Rolle spielt dabei die Auseinandersetzung mit Staat und Kapitalismus?
Inwieweit sind Staat und Kapital nicht zu trennen, sind Rassismus und Antisemitismus als wahnhafte Reflexionen der (staats-)bürgerlichen Existenz kaum ohne die Kritik der politischen Ökonomie angreifbar? Wie lässt sich der Kampf gegen Nazis vor einer Instrumentalisierung für Standortfragen schützen? Wann muss sich die Kritik gegen den bürgerlichen Staat richten, wann diesen gegen ein Umschlagen in den „Unstaat“ (Neumann) verteidigen?
Diese und ähnliche Fragen wollen wir auf einem Wochenendseminar vor dem Hintergrund antifaschistischer und staatskritischer Debatten, aber auch aktueller Beispiele wie der Proteste in Dresden und den »NSU-Morden« diskutieren.
Wochenendseminar in Jena
25.-27.05.2012 | Kosten: 10€ | Fahrtkosten und Übernachtungen in der Jugendherberge werden erstattet
Diese Seminare werden vom Bildungswerk für Politik und Kultur organisiert. Nähere Infos und Anreisebeschreibungen werden euch bei der Anmeldung mitgeteilt. TeilnehmerInnenbeitrag sind 10 Euro (Bitte zum Seminar mitbringen). Dafür werden Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernommen und eure Fahrtkosten zurückerstattet (DB 2.Klasse).
Lesenswertes
Bildungshefte der Rosa Luxemburg Stiftung:
http://www.rosalux.de/themen/politische-bildung/specials/weiterbildung0/angebote/bildungshefte.html