Zusammen mit unser ENDYL Schwesterorganisation in Polen veranstalten wir einen Austausch zwischen unseren Organisationen. Der Austausch findet vom 08 - 15. April 2012 in Polen nahe der deutsch-polnisch-tschechische Dreiecks.
Eine Woche wird es Workshop's unter dem Motto: Gemeinsame Probleme, gemeinsame Lösungen, gemeinsame Strategien geben. Es sollen die Realitäten und politischen Vorstellungen in den Bereichen Rechtsstaat, Bildung, Außenpolitik, Sozial- und Wirtschaftspolitik aufgezeigt und diskutiert werden. Natürlich werden wir auch gemeinsam mit den GenossInnen außerhalb der Politik viel Spaß haben und lernen sie noch besser kennen ;-). Um eine Konversation und Zusammenarbeit zu ermöglichen, sollten die Teilnehmer_innen ein wenig Englisch sprechen können.
Die Anfahrt und alles weitere werden gemeinsam organisiert. Wir versuchen, die finanzielle Mittel dafür zur Verfügung zu stellen, so dass der Eigenbetrag auf höchstens 50 € begrenzt bleibt. Wenn ihr Interesse daran habt teilzunehmen, meldet euch jetzt an.
Der BAK Internationales arbeitet an internationalistischen Themen mit einen Schwerpunkt auf Europa. Wir beraten den BSPR bei der internationalen Zusammenarbeit und wollen das internationalistische Gewissen des Verbandes sein.
Du musst kein Sprachgenie sein um bei uns mitzumachen, sondern einfach nur ein ausgeprägtes Interesse an internationaler Politik haben. Wir stehen allen aktiven Mitgliedern des Jugendverbandes und des Studierendenverbandes offen.
Du möchtest uns kennen lernen, hast ein Frage und/oder möchtest mitmachen, dann schreib uns an international(ät)linksjugend-solid.de!

Die Hauptversammlung des Europäischen Netzwerk der demokratischen, jungen Linken (ENDYL) traf sich vom 01.-04.03.2012 in Rom und beschloss u.a. folgende Resolution.
(erste Arbeitsübersetzung)
Das Ausmaß und die Wirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise mögen zunächst in den PIIGS-Ländern (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) aufgetreten sein, aber sie breiten sich merklich auch auf dem restlichen europäischen Kontinent aus. Doch wir stehen nicht nur einer aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise in einigen Teilen Europas gegenüber. Was wir momentan erleben, ist ein brutaler Angriff gegen die Demokratie, soziale Rechte, öffentliche Daseinsfürsorge und Sozialstaat.Die neoliberale Elite haben die Finanzkrise, die seit 2008 kursiert, für einen massiven Angriff in Richtung eines ultra- neoliberalen und autoritären Umbaus Europas missbraucht.
Der griechische Wohlfahrtsstaat wurde bereits im Namen der „Wettbewerbsfähigkeit“ zerstört. Im Namen der „Wettbewerbsfähigkeit“ werden noch mehr Kürzungsorgien, Arbeitsmarktreformen und ein Angriffe auf die Demokratie überall in Europa auf uns zu kommen. Dies ist ein Angriff auf alle Menschen, aber insbesondere auf die neue Generation von Erwerbstätigen und Lernenden. Wir werden unter prekären Bedingungen leben müssen, wenn wir scheitern unsere alternativen Gegenoffensiven zu formulieren und zu formieren.
Keiner sollte sich der Illusion hingeben, dass einige Länder dem Pfad der Rezession und des Sozialabbaus entkommen können. Was wir erleben ist eine europäische und globale, strukturelle Krise und daher dürfen die Menschen Europas nicht in Falle „nationaler Konfrontationen“ tappen. Sie müssen verstehen, dass dies ein Klassenauseinandersetzung ist und sie sich gemeinsam gegen den gleichen Feind aufstellen müssen und den Bänker, Spekulanten, Industriebossen und den großen Kapitalbesitzer entgegentreten müssen. Unser Feind aber ist das kapitalistische System als solches. Dieses System braucht Banker, Spekulanten, Industriebossen und die großen Kapitalbesitzer die ihre systemische Funktion erfüllen; bei Strafe des Verlusts ihrer Existenz erfüllen müssen. Wir müssen ein Bewusstsein schaffen für jene Themen, die tief in der Gesellschaft verwurzelt sind und ihren Ausdruck im Moment der Krise finden. Daher müssen wir gegen jene Kräfte wirken, die das kapitalistische System zementieren.
Die Kräfte in ENDYL stimmen überein eine europäische Aktionsgemeinschaft des Widerstandes und der Alternative durch die Ausarbeitung gemeinsamer Kampagnen und die Koordination unserer Kämpfe zu schaffen. Es ist an der Zeit eine Antwort zu geben!
Es ist an der Zeit, dass die europäische Jugend beweist, dass die Zukunft uns gehört - den 99%!
linke Politik ist die Lösung für die europäische Krise

ENDYL - European Network of Demokratic Young Left (Europäisches Netzwerk der demokratischen linken Jugend ) ist tief enttäuscht über die Unfähigkeit der Politik die europäische Krise zu meistern. Die von liberalen und konservativen Regierungen beschlossene Politik hat nichts geändert, sondern verschärfte die Krise nur noch weiter. "Was wir hier sehen ist, eine Systemkrise des Kapitalismus" schlussfolgert Toivo Haimi ENDYL-Generalsekretär "Die Märkte so zu
regulieren das sie den Menschen nützen und größere Möglichkeiten für Mitbestimmung des Volkes schaffen, wären die Wege aus der Krise." Haimis Meinung ist, dass die gegenwärtigen Regierungen das genaue Gegenteil getan haben, sie stärkten die Märkte und festigten ihre eigene Macht. ENDYL meint, dass die Politik den Kurs der Wirtschaft bestimmen sollte und nicht umgekehrt. ENDYL glaubt Europa brauche ökonimische Anreize und einen starken öffentlichen Sektor anstatt von Kürzungen im öffentlichen Sektor und mehr Freiheit für die Märkte. Zusammenarbeit statt Konkurenz, ist der Weg aus der Krise . ENDYL fordert eine wirksame Besteuerung von Banken, Börsenspekulationen und Transaktionen.
Information von unser Partnerorganisation NeolaiaSyn
Auf Bitten des BAK Internationales schickten uns unsere griechischen Genoss_innen von NeolaiaSyn diesen Kommentar zu Situation in Griechenland- November 2011.
Die letzten Tage in Griechenland könnten als historischer Wendepunkt für die Zukunft des griechischen Volkes und für die Menschen in ganz Europa beschrieben werden.
Die Regierungskrise begann als die griechische Gesellschaft einmal mehr deutlich gemacht hat, dass die neuen Sparmaßnahmen nicht gewollt sind und die sogenannte "sozialistische" Regierung gehen muss.
Am Anfang war es die beispiellose landesweite Beteiligung von hunderttausenden Menschen während des Generalstreiks am 19. und 20. Oktober und an den massivsten Demonstrationen seit dem Anfang der Krise.
Dann beschloss der Premierminister G. Papandreou als letzten Akt seines Regimes, welches jeglichen Kontakt zu den Menschen verloren hat, dem Griechieschen Volk ein Referendum anzubieten, welcher einen Erpressungscharakter hat. Denn sollten die Griechen gegen die neuen Hilfen von EU-ECB-IMF stimmen, würde es Griechenland unweigerlich die EU-Migliedschaft kosten.
Nach einer Woche der Verhandlungen und Drucks der EU und der IMF Vorstände, beschloss Papandreou zu gehen um eine neue Koalition mit der rechten Partei "Neuen Demokratie " zu bilden unter der Bedingung, dass die neue Regierung für die neuen Hilfen stimmen wird und damit für massive Sparmaßnahmen.
Die Konsequenz solcher politischen Maßnahmen ist, dass das griechische Volk zwar Papandreou dazu gebracht hat zu gehen, es muss sich jetzt aber mit einem neuen Feind auseinander setzen. Eine neue Regierung, welche die Medien eine "Regierung der Einigkeit" nennen, welche bereit ist auf Befehl von Merkel, Sarcozy und der IMF-Bänker gegen das Volk zu regieren.
Nach anderthalb Jahren der Aufsicht von EU und IWF hat das Griechische Volk verstanden, dass die massiven Sparmaßnahmen die zur Armut und Arbeitslosigkeit führen nichts mit den hochen Schulden Griechenlands zutun haben. Sie sehen, dass es die Absicht ist von den Arbeitern, dem Mittelstand und der Jugend mehr ab zu verlangen um Banken zu retten und ihnen wieder die Chance zu geben enorme Profite zu machen. Sie verstehen ganz gut, dass egal ob Griechenland in der EU bleibt oder nicht, sie immer ärmer werden wenn die neo-liberale Politik fortgesetzt wird. In den Nächsten Tagen wollen die Gewerkschaften zu einem neuen Generalstreik aufrufen. Das Ziel ist es Unis, Schulen und öffentliche Gebäude zu besetzen. Zusätzlich gibt es Protestaktionen gegen unfaire Steuern. Der Kampf der Menschen ist kein nationaler sondern es ist ein Kampf um Würde und Hoffnung für alle Europäer. Ein Kampf gegen die neo-liberale Doktrin der EU und der EZB Vorstände.
Letzten Sommer ging der Aufschrei der Spanischen Indigados als erstes Zeichen des Widerstandes in ganz Europa um. Diesen Winter könnte der Kampf des griechischen Volkes ein Zeichen der Hoffnung sein für all diejenigen, die gewillt sind sich gegen die neo-liberale Politik der EU zu wehren.
Venceremos!
Euer Dimitris
Englisches Original:
The resistance in Greece, is a hope for all Europe.
The last days in Greece, could be described as historical ones, for the future of the Greek people and for the people across Europe, as well.
The governmental crisis began when the Greek society clearly stated, once more, that the new austerity measures cannot be afforded and the so-called “socialist” government should fall.
First, it was the unprecedented participation of hundreds of thousands people, all over the country, during the general strike on 19th and 20th of October and then the massive demonstrations that cancelled the military parade on 28th of October –the day that, in 1940 Greece entered the second world war -, where the people, booed, and some of them, attacked the governmental MP’s.
Then, the PM G. Papandreou decided, as a last act of a regime that had lost every touch with the people, to call for a referendum with a blackmailing dilemma to the Greek society, stating that a possible rejection by the Greeks on the new loan by the EU-ECB-IMF, could provoke bankruptcy and set Greece out of the Eurozone .
After a week of negotiations and pressure by the EU and the IMF leaders, Papandreou decided to resign, in order to form a new coalition government with the second biggest party, the right-wing New Democracy, under the condition that the new government will vote for the new loan and, therefore, the new austerity measures.
The conclusion of those political rearrangements is that the people in Greece, forced Papandreou to resign, but, on the other hand, they have to face a new enemy. A government that the main media named “a government of national unity”, who is ready to act against the people, under the orders of Angela Merkel, Nicolas Sarcozy, the bankers and the IMF.
After a year and a half under the surveillance of the EU and the IMF, the Greek people, have realized that the austerity measures that led to poverty and unemployment, had nothing to do with the huge national debt. They see that the plan is to take more from the working class, the mid-class and the youth, in order to save the banks and give them the opportunity, again, to make enormous profits. They know that the main issue is not about the fiscal consolidation of Greek economy or the currency. They seem to understand, quite clearly, that, either Greece stays in or goes out of Eurozone, they will become poorer if the neo-liberal policies continue.
The next days, the labor unions are planning to call for another general strike and there are plans for occupations in universities, schools, public buildings and, in addition there are committees in every municipality that organize a big non-paying movement against the new unfair taxes.
The fight of people in Greece is not a national issue. It is a fight about dignity and hope for all Europeans. A fight against the neo-liberal doctrine of the EU and the ECB leaders.
Last summer, the shout of the Indignados in Puerta del Sol square in Madrid reached to every square in Europe, as a first sign of the European resistance.
This winter, the decisive struggle of the Greek people could be the sign of hope to all European people, who are about to resist against the most extreme neo-liberal policies.
Venceremos!
Dimitris
Bericht der Linksjugend [´solid] Wahlbeobachter_innen

Am 12. Juni 2011 befanden sich vier Delegierte von Linksjugend [´solid] in den kurdischen Regionen der Türkei. Milena Hildebrand, Derya Kilic, Cigdem Kaya und Serdar Agit Boztemur haben als VertreterInnen des Jugendverbandes die Parlamentswahlen am 12. Juni in der Türkei beobachtet.
Ein Teil der Delegation reiste zunächst nach Bingöl und traf dort einige kurdische Kommunalpolitiker. Sie haben uns die angespannte Lage vor den Wahlen in Bingöl erörtert. Uns wurden auch die Erfahrungen aus den vergangenen Wahlen übermittelt. Nennenswert wäre, dass die AKP z.B. bei den letzten Kommunalwahlen den Bürgern Waschmaschinen und Kühlschränke verschenkt und als Gegenzug den Menschen zum Schwören auf den Koran gezwungen hat, die AKP zu wählen. [Weiterlesen]

Erklärung des Board von ENDYL's zu den Anschlägen und dem Massaker imn einem Jugendcamp in Norwegen:
Das Europäische Netzwerk der demokratischen jungen Linken (ENDYL) zeigt sich tief geschockt über die terroristischen Attacken in Oslo und Utoya am 22. Juli 2011. Wir möchten unsere aufrichtige Solidarität mit der AUF und den Menschen in Norwegen ausdrücken. ENDYL verurteilt diesen unvergleichlichen und babarischen Gewaltakt, welcher ein Angriff auf die Demokratie selbst darstellt.
Politische Jugendorganisationen sind eine Möglichkeit für Jugendliche die Welt zu verändern und bedeuten für sie etwas woran sie glauben. Es ist erschrecken, dass der Terrorist, welcher die Jugendlichen in Utoya angegriffen hat, ein rechtsgerichteter religiöser Fanatiker zu sein scheint. Die AUF richtet sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Faschismus vor Ort und weltweit.
"Wir werden uns nicht von den terroristischen Taktiken der extremen Rechten einschüchtern lassen " erklärte Toivo Haimi, der Generalsekretär von ENDYL. "Wir werden unsere Arbeit für eine bessere Welt mit friedlichen Mitteln fortsetzen. Gewalt wird uns dabei nicht aufhalten. Wenn überhaupt wird sie uns stärker und entschlossener machen."
ENDYL fordert die europäischen Institutionen auf, Aktivitäten gegen die extreme Rechte und faschistischen Bewegungen zu unternehmen um zu verhindern, dass so eine Gräultat sich je wieder ereignet. Wir wünschen ein Europa in dem jeder und jede sein politische Meinung haben kann. Dies ist nicht möglich mit Angst vor Gewalt.
Toivo Haimi
Generalsekretär
European Network of Democratic Young Left (ENDYL)
European Network of Democratic Young Left: We are not intimidated by terror
The European Network of Democratic Young Left (ENDYL) are deeply shocked by the terrorist attacks of Oslo and Utøya on July 22nd. We wish to express our sincere solidarity to AUF and the Norwegian people. ENDYL condemns these incomprehensible and barbaric acts of violence as an attack against democracy itself.
Political youth organisations are a way for young people to change the world and stand for something they believe in. It is very appalling to see that the terrorist who attacked the youth in Utøya is a right-wing religious fanatic. The AUF works against right-wing extremism, racism and fascism locally and globally.
”We will not let us be intimidated by the terror tactics of the extreme right”, declares Toivo Haimi, the General Secretary of ENDYL. ”We will continue to work towards a better world by peaceful means. Violence will not break us. If anything, it will only make us stronger and more determined”.
ENDYL demands that authorities in Europe take action against extreme right and fascist terrorist movements to prevent such atrocities from happening ever again. We wish a safe Europe where everyone can have their own political opinions. This is not possible under fear of violence.
Toivo Haimi
General Secretary
European Network of Democratic Young Left (ENDYL)

18 linke Jugendorganisationen trafen sich vom 09. bis 12.Dezember 2010 in Berlin um über gemeinsame politische Projekte für das kommende Jahr 2011 zu sprechen. Eingeladen hatte eine Gruppe von 5 Jugendorganisationen (SU, UTCM, MSM, Vanu, linksjugend['solid]) um mit anderen linken europäischen Jugendorganisationen das European Network of democratic young Left) ENDYL wiederzubeleben; so war das Treffen auch formal die Hauptversammlung von ENDYL. Zu dem Treffen wurden nicht nur ENDYL-Organisationen eingeladen und es kamen auch nicht nur ENDYL- Organisationen.
Nach allen vorliegenden Informationen war diese Zusammenkunft das größte Treffen linken Jugendorganisationen in Europa, zumindest der letzten 5 Jahre und gemessen an den repräsentierten Organisationen. Dies zeigt deutlich, dass es einen großen Bedarf für eine Koordinierung zwischen linke Jugendorganisationen gibt.
Die Diskussionen auf dem Treffen waren kontrovers, jedoch immer zielorientiert. So konnten neben 3 inhaltlichen Themenschwerpunkten auch entsprechende Aktionen und Formen der Zusammen-arbeit diskutiert und vereinbart werden. Um ein starkes Signal gegen den leider überall in Europa erstarkenden Faschismus zu setzen, wird es zeitnah einheitliches Material geben, welches letztlich auch die Solidarität mit lokalen antifaschistischen Kämpfen zum Ausdruck bringen will. Darüberhinaus soll im nächsten Jahr ein Austausch zu Analysen und Gegenstrategien voran-getrieben werden, welcher in einer größeren Konferenz (voraussichtlich November) münden soll. Auf dieser Konferenz sollen nicht nur die einzelnen und gemeinsamen Analyse vorgestellt und diskutiert werden, sondern es soll vielmehr auch eine kleine gemeinsame Kampagne gestartet werden. Darüberhinaus soll auf der ENDYL GA 2012 im Juli/August über die gemeinsamen Herausforderung im Bildungsbereich intensiv gesprochen und eine gemeinsame Agenda hierfür beschloßen werden. Ferner soll die GA 2012 auch dafür genutzt werden, weiteren Mitglieder-organisationen in ENDYL aufzunehmen, um unsere neuen Partner auch formal in ENDYL einzubinden.
Als nächste wird sich ENDYL auf die Mobilisierung zu den G8 Protesten konzentrieren, wobei in dem Beschluss über die G8-Proteste eine Doppelstrategie verfolgt wird. Einerseits die gemeinsame Mobilisierung zu den G8 Protesten in Frankreich, andererseits dezentrale lokale Aktionen mit der unsere Kritik an der G8 in die breite getragen werden soll.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Treffen erfolgreich war, allerdings der wesentlicher Teil erstnoch vor uns liegt. Die Realisierung der selbstgesteckten Ziele hängt ab vom Willen jeder beteiligten Organisation, also letztlich den Aktivisten und Verantwortlichen in jeder Organisation. Das Röschen ist gepflanzt, wenn wir alle daran arbeiten kann es zu einer undurchdringlichen Dornenhecke unseres Widerstandes werden- gegen Faschismus, Ausbeutung und Selektion für Frieden, Solidarität und einer antikapitalistischen Alternative.
Global denken, lokal Handeln.

Vom 01. bis 04. Juli 2010 fand in Istanbul das 6. Europäische Sozialforum statt. Die Linksjugend['solid] beteiligte sich mit einer achtköpfigen Delegation, die durch die finanzielle Unterstützung der Linksfraktion im Europäischen Parlament zustande kam. Seit 2002 treffen sich auf den Sozialforen regelmäßig soziale Bewegungen aus ganz Europa, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsame Kämpfe zu koordinieren.
Das Sozialforum in Istanbul beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der Krise und den unterschiedlichen Protesterfahrungen linker Bewegungen in den europäischen Ländern. Die Linksjugend ['solid] bot gemeinsam mit anderen Organisationen eine Veranstaltung zum Thema Bildungsproteste an. Katharina Dahme aus dem BSPR hierzu: „Unser Workshop war sehr gut besucht und führte zu interessanten Debatten mit verschiedenen Partnerverbänden. Seit Beginn der Sozialforumsbewegung beteiligen wir uns als Organisation mit eigenen Veranstaltungen. Jedes Jahr wieder ist die europäische Vernetzung im Rahmen des Sozialforums ein wichtiger Punkt unserer internationalen Arbeit.“
Am Rande des ESF fand ein Treffen verschiedener europäischer Jugendorganisationen des Netzwerkes ENDYL statt. Björn Buschbeck aus dem BAK Internationales dazu: „Wir konnten unsere internationalen Kontakte auffrischen und längere Debatten mit unseren Partnerverbänden führen. Ich denke, dass Istanbul ein guter Start war, um das internationalistische Profil unseres Verbandes langfristig wiederzubeleben. Gerade im Angesicht der Krise bleibt uns als Linken nichts anderes übrig, als unsere Kräfte grenzübergreifend zu bündeln. Das ESF ist hierbei ein Schritt in die richtige Richtug gewesen!“
06.07.2010
Wir, die TeilnehmerInnen des ESF in Istanbul, bekräftigen, dass wir uns stark engagieren werden gegen jeden Krieg und jede Besatzung und wir sind für eine politische Lösung der Kurdenfrage. Wir haben uns auf die folgende Resolution verständigt:
Im Rahmen der globalen Krise und angesichts der Offensive der EU, der Regierungen und des IWF (Weltwährungsfond) eine strenge Sparpolitik bzw. eine des sozialen Rückschritts durchzusetzen, haben die im ESF in Istanbul versammelten sozialen Bewegungen einen Aufruf zum gemeinsamen Handeln in Europa herausgegeben.
In ganz Europa bilden sich Mobilisierungen und Widerstandsbewegungen, um diese Maßnahmen in Frage stellen. Auf lange Sicht ist es dringend erforderlich, einen zusammenhängenden Kampf in ganz Europa zu entwickeln, der die sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Verbände, Organisationen, Netzwerke und BürgerInnen zusammenbringt. Deshalb haben wir als ersten Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Mobilisierungen in ganz Europa einen Aufruf für den 29. September und die darum liegenden Tage herausgegeben.
Wir müssen alternative Maßnahmen entwickeln, die uns in die Lage versetzen, dass wir die sozialen Bedürfnisse und ökologischen Anforderungen erfüllen können.
Alle sozialen Bewegungen rufen zu einer europäischen Versammlung am 23./24. Oktober (bzw. 13./14. November) in Paris auf, um die Mobilisierung und Koordination unserer Bewegungen fortzusetzen, sie auszuwerten und über die Zukunft des ESF zu diskutieren.
(Übersetzung aus dem Englischen: Wilfried Hanser-Mantl)
We, the participants at the Istanbul ESF, affirming that we have a strong engagement aganist all war and occupation and that we are for a politial resolution of the Kurdish issue, have made the following resolution:
In the context of a global crisis and faced with the EU’s, the government’s and the IMF´s offensive to impose austerity and social regression policies, the social movements which have gathered in the ESF in Istanbul issue a call to act together in Europe.
Mobilisations and resistance movements are developing across Europe to challenge these policies. It is urgent to build, on the long term, a convergent struggle in Europe, which brings together social movements, trade unions, associations, organisations, and citizen networks. This is why we issue a call for a first step on the way to developing mobilisation across Europe, on the 29th of September and the surrounding days.
We must impose alternative policies, which enable us to fulfil social, needs and ecological requirements.
All social movements call for a European assembly on the 23-24th of October (or 13-14th of November) in Paris to further our mobilisation and the coordination of our movements and also to make valuation and discuss the future of the ESF.
Chat-Interview 25.02.2010
Nikos ist ein griechischer Aktivist, der Koordinator des Komitees für internationale Angelegenheiten von Neolaia SYN und arbeitet beruflich als Journalist. Neolaia SYN ist die Jugendorganisation der griechischen Partei SYNASPISMOS - Koalition der Linken, der Bewegungen und der Ökologie. Neben direkten bilateralen Kontakten ist die Linksjugend ['solid] mit Neolaia SYN auch durch ENDYL (www.endyl.org) verbunden. Das Chat-Interview wurde von Aktivisten des BAK Internationales am 25. Februar 2010 geführt und auch durch sie übersetzt.
(20:01:50) BAK Internationales: Hi Nikos! Wie geht es dir? Was hast du heute gemacht?
(20:03:09) Nikos: Ich mache gerade eine Pause von meiner Arbeit. Ich arbeite doch als Journalist und gestern gab es einen Generalstreik in Griechenland. Also haben wir versucht über den gesamten Streik zu berichten...
(20:03:23) BAK International: Was war dein Eindruck von den Ereignissen?
(20:06:25) Nikos: Als allererstes müssen wir sagen, dass die Demonstration sehr groß war. Viele Menschen kamen ins Zentrum von Athen um gegen die neuen wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Das ist gut und macht Hoffnung. Auf der anderen Seite gibt es natürlich noch viel zu tun. Weißt du, Präkarität ist wirklich ein großes Problem in Griechenland und die meisten Beschäftigten können nicht streiken, weil sie entweder in kleinen Unternehmen arbeiten oder weil es gar keine Gewerkschaft für sie gibt. Aber im Großen und Ganzen war es eine sehr guter Start für die sozialen Kämpfe der kommenden Zeit.
(20:07:39) BAK Internationales: Habt ihr in Griechenland etwas von der Kampagne der Massenmedien in Deutschland gegen Griechenland mitbekommen?
(20:10:10) Nikos: Das hat viel mit dem kapitalistischen System zu tun und damit, wie die Finanzmärkte ihr Spiel spielen. Der deutschen Regierung fällt hierbei eine fragwürdige Rolle zu: Deutschland ist eine der führenden Wirtschaftsmächte der EU und will gerade keine Probleme mit der gemeinsamen EURO-Währung kriegen. Die Mitglieder eurer Regierung haben - zusammen mit vielen anderen Politikerinnen und Politikern der EU - die Gefährdung der öffentlichen Haushalte in Griechenland stark übertrieben.
Natürlich sage ich nicht, dass die Situation gut ist: Die letzte griechische Regierung war eine ultra-neoliberale Regierung, die ultra-neoliberale Gesetze zu Gunsten des Kapitals beschlossen hat. Sie haben wie die Verrückten öffentliche und europäische Gelder ausgegeben. Sie waren korrupt und haben sich die ganze Zeit große Mengen Geld geliehen, während es auf der anderen Seite keine Gesetze zu Gunsten der Beschäftigten gab.
(20:14:35) BAK Internationales: Die Financial Times Deutschland nennt Griechenland einen ?statistischen Serienlügner?; das Handelsblatt bezeichnet die Politik in Griechenland als ?zügellose Politik?. Der allgemeine Duktus ist: Griechenland hat die letzten Jahre über seine Verhältnisse gelebt und soll dafür jetzt bezahlen. Was entgegnet ihr dem?
(20:18:21) Nikos: Die griechische Finanzpolitik ist nicht unabhängig. Sie ist eng verschmolzen mit der EU und deren Finanzmarkt. Dort wussten alle von unserem Defizit und der Situation im Land. Wir wurden als Versuchsratten Europas ausgewählt - sie haben Gesetze vorgeschlagen, die uns rechnerisch an den Abgrund führen werden. Das sind Fakten, wie heute nun auch einige der ganz Schlauen ?herausgefunden? haben - was in Griechenland nicht stimmt, das ist diese kapitalistische Scheinheiligkeit.
(20:19:51) BAK International: Hast du eine Ahnung, warum die Medien gerade auf Griechenland so herumhacken? Ich meine, es gibt doch europäische Länder mit höherem Defizit.
(20:22:38) Nikos: Durch die Politik der bisherigen Regierungen (die rechtsgerichteten und die sozialdemokratischen) war die wirtschaftliche Situation sehr schlecht. Nur um das klar zu sagen: ich spreche über die Realwirtschaft: Die Löhne in Griechenland steigen eigentlich seit Jahren nicht mehr, die Preise dafür immer höher, auch wenn die Statistik anderes behauptet. Der so genannte Stabilitätspakt der EU existiert nicht mehr. Um die enorme Krise zu überstehen und von eigenen Defiziten abzulenken, greifen jetzt die stärkeren Staaten die schwächeren an.
(20:25:20) BAK Internationales: Was sind eigentlich die politischen Ziele und Strategien von Neolaia SYN in der aktellen Situation.
(20:28:21) Nikos: Als erstes wollen wir, dass alle in Griechenland und besonders die Jugend verstehen, dass diese Krise von den Banken, Konzernen und großen Finanzinstitutionen gemacht wurde. Die alle haben sich nicht um die Erwerbsarbeit geschert und wollen nun, dass wir für die Krise bezahlen. Wir müssen uns gegen die neuen unsozialen Maßnahmen werden, die uns die sozialdemokratische Regierung bringt: Sie erhöhen die Steuern nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber nicht für die Besitzenden. Sie kürzen unsere niedrigen Löhne um 7%. Deshalb müssen wir zurückschlagen! Das ist ein Kampf, den alle Jugendliche in Europa zusammen führen müssen, weil diese Politik in ganz Europa auf dem Vormarsch ist.
(20:30:30) BAK Internationales: Kennt ihr den Solidaritätsbrief, welcher von den Abgeordneten der LINKEN im Europäischen Parlament und einigen Bundestagsabgeordneten initiiert wurde?
(20:34:35) Nikos: Ja, und der Brief war sehr hilfreich für uns. Leider spielen die Massenmedien in Griechenland auch eine unrühmliche Rolle in der Auseinandersetzungen. Sie wollen uns glauben machen, das diese Kampagne gegen Griechenland eine Sache ist, wo ?einige fremde Länder Griechenland attackieren?. Sie stellen nicht klar, dass diese Attacke eine kapitalistischer Angriff ist. Genau deshalb glauben wir, dass dies auch ein gesamteuropäischer Kampf ist. Uns gegenseitig über die Krise und mögliche Gegenstrategien auszutauschen, ist keine einfache Sache, aber wir müssen hier und heute damit beginnen.
(20:38:48) BAK International: Dank dir für das Interview und lasst uns wissen, wenn wir euch irgendwie unterstützen können.
(20:39:37) Nikos: Danke für euer Interesse, ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen verstehen helfen, was gerade in Griechenland abgeht.

Nach Portugal, Österreich und Frankreich fand die Sommeruni der Partei der Europäischen Linken dieses Jahr zum vierten Mal und in Spanien statt. Dabei ging es um die Schaffung einer europaweiten Linkspartei als wirkliche Mitgliederpartei. Vom 22. bis zum 26. Juli haben 126 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Belgien, Tschechien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, der Schweiz, Zypern und Deutschland über linke Politik in Europa diskutiert und gestritten. In der Delegation aus Deutschland, bestehend aus 14 Personen, waren neben den Mitgliedern der Partei DIE LINKE auch 4 AktivistInnen des Jugendverbandes Linksjugend [´solid].
Die Europäische Sommeruniversität bringt AkitivistInnen der verschiedenen Parteien zusammen aber es ist auch ein Treffen welches dem Austausch der einzelnen Jugendverbände dient. Die Jugendlichen diskutierten über die Krise um eigene Antworten zu finden und um verschiedene Kampagnen auch in diesem Jahr vorzustellen. Am 15. August findet eine grosse Antifaschistische Demonstration in Budapest statt. Für diese und für ein gemeinsames Agieren im Rahmen des Klimagipfels in Kopenhagen im Dezember, wurde das Herangehen diskutiert.
Neben den politischen Diskussionen kamen jedoch auch gemeinsame kulturelle Veranstaltungen nicht zu kurz.
Alle Jugendlichen haben eine sehr interessante politische Zeit und eine gute Zeit zum Aufbau verschiedener Netzwerke verbracht. Die Europäische Linkspartei ist ein Projekt der Zukunft Europas und der Welt, die linken Jugendlichen bringen die Zukunft, eine Zukunft des demokratischen Sozialismus, eines freien und sozialistischen Europas.
23.05.09 Sebastian Wormsbächer


Unsere GenossInnen von Giovanni Communisti luden Linksjugend Solid über ihre Mutterpartei „Rifondazione Communisti“ ein, an einer Wahlkampfveranstaltung unter dem Thema „Un ´altra Europa“ ein.
Es sprachen unter anderem der Parteichef Paolo Ferrero neben Gastbeiträgen von Jugend Genossen von Sysnaspismos (Griechenland), Izquierda Unida (Spanien) und meiner Wenigkeit für Linksjugend Solid (Deutschland).
In meinem Gastbeitrag unterstrich ich, dass vor allem die Konsequenzen für Jugendliche durch die Finanzkrise in Europa enorm seien. Mehr und mehr Jugendliche befinden sich heutzutage in einer Prekären Lebenssituation, ein Schul- oder Universitätsabschluss bedeuten nicht, später eine gut bezahlte Arbeit zu finden.
Durch den Bildungsstreik, welcher auch von der Linksjugend solid vorbereitet wird, wollen wir auf diese Lebenssituation aufmerksam machen.
Auch Yannis Bournous (Synaspismos) beschrieb diese Situation der Jugendlichen ausführlich. Er beschrieb zudem die Lage im Dezember letzten Jahres, ein Jugendlicher wurde von der Polizei umgebracht, es folgten massive Demonstrationen überall in Griechenland.
Auch Miguel Umlaff (Izquierda Unida) unterstützte die Forderung nach einer Internationalen Vernetzung der Linken um gegen die kollektive Ausbeutung einer Jugend aufmerksam zu machen.
Da dies eine Wahlkampfveranstaltung der Europäischen Linkspartei war, unterstrichen wir Jugendlichen Gastredner, dass eine Unterstützung der Europäischen Linkspartei bei den Wahlen am 7. Juni gerade bei Jugendlichen gebraucht wird.
Nach diesen schwungvollen Reden spielte zunächst der in Italien sehr berühmte Komödiant Andrea Rivera und im Anschluss die auch in Deutschland sehr erfolgreiche Ska- punkband „Banda Bassotti“.
Am Abend waren alle Zuhöhrer als auch Organisatoren sehr zufrieden, es wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert und über verschiedene Projekte wie die G8 Gipfelproteste debattiert.
vom 19. bis 21.2.09 Sebastian Wormsbächer

NELF bedeutet auf Deutsch übersetzt soviel wie: Neues europäisches linkes Forum, dieses trifft sich jedes Jahr 2 mal an einem anderen Ort in Europa, Mitglied sind viele Parteien aus Europa, auch Parteien welche nicht in der EU sind (zb. Die SV aus Norwegen) und auch viele Parteien die nicht Mitglied in der EL sind. Das Forum hat den Zweck, ausserhalb von einer Partei wie der EL, Diskussionen über bestimmte Themenfelder anzuregen.
Da die Kommunistische Partei Italiens, welche das Nelf Treffen dieses Mal organisierte, explizit auch Mitglieder der verschiedenen europäische Jugendverbände eingeladen hatte, entschied sich der Bundesarbeitskreis Internationales meine Person, Sebastian Wormsbächer, nach Rom zu entsenden.
Themen bei diesem Treffen waren unter anderen die Jugendrevolte in Griechenland, die Sozialismus Versuche in Lateinamerika, der Krieg in Gasa, als auch die Auswirkungen der Finanzkrise.
Es waren bei dem Treffen auch Gäste der PSUV aus Venezuela anwesend, diese Sprachen vorallem die Gesellschaftlichen Veränderungen in Venezuela an.
Das Recht auf Arbeit, Bildung und einer gesicherten Gesundheitsversorgung sind Kern dieser Veränderungen.
Für alle Anwesenden war klar, dass dies die schlimmste Krise seit 1929 und Alternativen wie sie in Venezuela erprobt werden nun gesucht werden müssen.
Kernpunkte in einer Diskussion wie ein anderes Europa aussehen könnte, waren:
In der folgenden Diskussion wurde zudem erkannt, dass durch die Finanzkrise vor allem erst einmal Frauen ihren Arbeitsplatz verlieren, weil immer zuerst die am schlechtesten geschützten getroffen werden. Diese Tatsache muss vorallem auch in der Partei DIE LINKE und durch unseren Jugendverband gestützt, zunehmend angesprochen werden.
In der Diskussion um den Krieg in Gaza bewertete die KP Israels diesen Krieg als Kriminell, Israel testete unzählige neue Waffen, es war zudem kein wirklicher Krieg gegen die Hamas, sondern ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung die zunehmend getroffen wurde.
Es wurde zudem nicht defensiv sondern sehr offensiv vorgegangen, viele Kriegsverbrechen wurden verzeichnet.
Die illegale Blockade Israels gegenüber den Gazastreifen darf, aus Sicht Omris (KP Israel), nicht gehalten werden während Kinder kein Essen bekommen können.
Eine Erkenntnis der KP Israels sei, dass Israel von den USA unabhängig werden müssen, zudem muss der Staat frei von Diskriminierung und demokratisiert werden, die in Israel lebenden Araber brauchen die gleichen Rechte.
Das nächste Treffen der Nelf findet im September in Oslo statt, übernächstes Nelf Meeting wird eventuell im Januar, Februar 2010 in Portugal oder Katalonien stattfinden.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Lateinamerika ist eine gemeinsame AG von Linksjugend [’solid] und Linke.SDS. Sie ist offen für deren Mitglieder und SympathisantInnen und Lateinamerika-Interessierte. Die BAG wirkt darauf hin, dass Jugend- und Studierendenverband politische Positionen bezüglich der Linksentwicklung in Lateinamerika entwickeln und bemüht sich ferner darum, dass die Partei DIE LINKE. stärkere Kontakte nach Lateinamerika aufbaut. Sie unterhält zahlreiche Kontakte zu Jugend- und Studierendenorganisationen in Lateinamerika und will vor allem verbandsintern, aber auch darüber hinaus eine Öffentlichkeit für die dortigen Prozesse schaffen.
Die BAG freut sich über neue MitstreiterInnen. Schreibt bei Interesse eine Mail an die Adresse ernesto.klengel@web.de. Wenn ihr Beiträge für die continente rebelde habt (unsere halbjährliche Veröffentlichung mit Einschätzungen zur Entwicklung in Lateinamerika) oder eure Kommentare zu bereits erschienenen Ausgaben loswerden wollt, so schreibt bitte ebenfalls an ernesto.klengel@web.de.
von Ben Stotz
Anfang Februar hat sich in Ibagué der Polo Joven als Jugendverband der kolumbianischen Linkspartei Polo Democratico Alternativo (PDA) gegründet. Als Vertreter von Jugend- und Studierendenverband war ich eingeladen worden, um unter anderem von den Erfahrungen aus Deutschland zu berichten. Da es sich um den Gründungskongress handelte, wurden von den etwa 400 Delegierten vor allem politische Grundsatzfragen und die Organisationsstruktur diskutiert und ein nationales Vorstandsgremium von 75 Personen gewählt. Dabei wurden die verschiedenen Strömungen innerhalb des Verbandes sowie Interessenvertretungen wie AfrocolumbianerInnen, Indigene und LBGTs (Lesben, Schwule, Transgender) berücksichtigt.
In einer Erklärung wurde das Engagement der liberalen Politikerin Piedad Cordoba und der Gruppe ‚Colombian@s por la paz' für die Freilassung von Geiseln durch die FARC gewürdigt, eine weitere Resolution rief den Parteitag der PDA dazu auf, einen eigenen Präsidentschaftskandidaten für die Wahlen im Mai 2010 aufzustellen.
Der Polo Joven ist derzeit an verschiedensten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen beteiligt, so zum Beispiel an der Besetzung von Universitäten durch Studierende. Außerdem üben sie praktische Solidarität mit den streikenden ZuckerrohrarbeiterInnen bei Cali und den AfrocolombianerInnen in Suarez Cauca, die im Auftrag multinationaler Konzerne durch Paramilitärs von ihrem Land vertrieben werden.
von Carla Krüger, Teilnehmerin der Delegation von Linksjugend ['solid]
Der BAK Internationales des Jugendverbandes organisiert seit Beginn der Europäischen Sozialforumsbewegung Fahrten von jungen Mitgliedern und SympathisantInnen des Verbandes zu diesen Foren. Im September 2008 beteiligte man sich mit ca. 60 jungen Menschen am 5. Europäischen Sozialforum in Malmö, Schweden. Folgend ein Bericht und weitere Infos auf www.esf2008.org.
Besondere Ziele des Forums
Während das Forum in Florenz hauptsächlich dem Anknüpfen an die ersten großen, z.T. tragischen Auftritte der globalisierungskritischen Bewegung in Seattle, Genua, Göteburg etc. und der Einigung auf die Planung der großen weltweiten Demos gegen den Irakkrieg am 15. Februar 2003 gedient hatte, zu denen es dann auch tatsächlich kam (eine enorme, seither nicht mehr erreichte Menge von 500.000 TeilnehmerInnen allein in Berlin), das Forum in Paris der Sammlung der Kritikpunkte am Neoliberalismus, das in London hauptsächlich der Herausarbeitung ideologischer Unterschiede zwischen den TeilnehmerInnen (während manche zum Marxgrab pilgerten, planten andere die Strategie ihrer jeweiligen NGO) und das Forum in Athen die Osterweiterung einleitete, sowie auch vor dem malerischen Hintergrund der Wiege der abendländischen Demokratie die demokratischen Grundprinzipien des Forums, auf dem für alle etwas dabei sein sollte, erneut bestätigte, sollte das Forum in Malmö der Norderweiterung dienen (dies wurde erreicht, mit besonders vielen jungen TeilnehmerInnen aus Skandinavien), die Gewerkschaften in die Analyse des Sozialstaats Europa einbinden (zumindest gab es einige Seminare zu Gewerkschaftsstrategie, darunter erstmalig auch mit Fokus Osteuropa) und ein Ergrünen des Forums einleiten. Obwohl es einige Seminare zu Klimawandel etc. gab, könnte dieser Akzent sicher noch stärker gesetzt werden, auch von uns Linken.
Hauptergebnis: den Kampf für den Frieden konsequent fortführen
Große Einigkeit bestand, wie es Attac Frankreich im Nachhinein formulierte, darüber, dass auch die sozialen Erniedrigungen durch den Neoliberalismus in Europa und weltweit eine Gefahr für den Frieden darstellen. Daher wurde dem Kampf für den Frieden zu Recht in den Seminaren und auf der Demo besondere Aufmerksamkeit und auch schwierigen Krisenherden, wie dem Kaukasus inklusive des südossetischen Konflikts, ein zweitägiges Seminar gewidmet. Es wurde sich geeinigt, den Friedenswillen der sozialen Bewegungen unter anderem durch massive Mobilisierung gegen die Kriegspolitik der NATO anlässlich ihres 60. jährigen Geburtstags in 2009 zum Ausdruck zu bringen. Darin will sich auch die deutsche Linke und insbesondere unsere Jugendorganisation engagiert einbringen.
Leben im Forum
Dies war gewiss bei weitem das schlecht organisierteste und auch, Babels (eine Organisation, die ehrenamtlich die Übersetzung bei solchen Veranstaltungen übernimmt, Anm. d. Red.) meldete es bereits auf den internen ESF-Listen, das vom organisatorischen Standpunkt her schlecht übersetzteste Forum. Es fehlten sogar die Schnüre zum Anbinden der Forumpässe. Insbesondere die jüngeren TeilnehmerInnen waren oft Kilometerweit außerhalb der Stadt untergebracht, man fand nichts zu Essen, alles war überteuert, und die Seminarstandorte lagen ebenfalls weit auseinander und waren schlecht beschildert. In den wenigsten Räumen funktionierte die Übersetzungstechnik. Es fehlte am minimalen organisatorischen Geschick, die enthusiastisch angereisten Babels-ÜbersetzerInnen in zeitlich machbaren Zeitfenstern einzuteilen. (...) Lichtblicke waren das Lateinamerikaforum inmitten des Forums mit tollen kulturellen Angeboten, die bunte Demo der 20.000 und die Solidarität der TeilnehmerInnen sowie auch der MalmöerInnen und Malmöer, die geduldig mit uns Englisch sprachen und viele auch schon einmal umsonst im städtischen Bus mit zum Zentrum oder zur Demo reisen ließen.
Eine andere Welt ist möglich, aber sie braucht den Respekt und die Solidarität der Menschen!
Presse, Startseite, BAK Internationales > 29. December 2008
Zu den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen, die mindestens 300 Verletze forderten und denen200 Menschen zum Opfer fielen, erklären David Feeney – Landessprecher der Linksjugend ['solid] Bayern – und Max Steininger - Bundessprecher der Linksjugend ['solid]: