Linksjugend ['solid], Presse > Geschrieben von Konstantin Bender, Steffi Graf, 21. April 2010
„Die Erhöhung des Büchergelds auf 300 Euro subventioniert diejenigen, die bereits privilegiert sind: Kinder aus akademischen Elternhäusern und abgesichertem materiellen Hintergrund. Das Stipendienprogramm ist deswegen unsozial, weil gleichzeitig die BaföG-Sätze nur minimal erhöht werden sollen.“, so Konstantin Bender, Bundessprecher der Linksjugend['solid].
„Alle Studierende müssen gefördert werden, nicht nur 10 Prozent. Heute bringen fast 2 Millionen Studierende große Leistungen: Sie studieren 40 Stunden und mehr, entwickeln Forschungsergebnisse, jobben nebenbei und leisten unbezahlte Praktika. Die Regierung betreibt mit dem Stipendienprogramm die massenhafte Enteignung junger Menschen. Dies ist ein hochschulpolitischer Skandal. “, erklärt Stefanie Graf, Bundesgeschäftsführerin von Die Linke.SDS.
Linksjugend['solid] und Die Linke.SDS fordern statt unsozialen Stipendien die Schaffung einer armutsfesten, bedarfsdeckenden Ausbildungsfinanzierung für alle Menschen in akademischer oder betrieblicher Ausbildung unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Um dies zu erkämpfen beteiligen sich beide Verbände an den kommenden Bildungsstreikprotesten am 5. Mai und 9. Juni.
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