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Mit seinem bundesweiten Aktionstag am 19.09.09 zum Ausbildungsstart im September weist der Jugendverband Linksjugend[`solid] auch in Mainz auf die mangelhafte Situation auf dem Ausbildungsmarkt hin. Auf dem Neubrunnenplatz konnten sich interessierte Jugendliche informieren die letzten freien Ausbildungsplätze symbolisch „meistbietend“ ersteigern.

In diesem Zusammenhang kritisiert Florian Kolf, Jugendwahlkampfkoordinator der Linksjugend [`solid] Rheinland-Pfalz: "Auch dieses Jahr werden wieder tausende Jugendliche beim Kampf um die viel zu wenigen Ausbildungsplätze leer ausgehen. Es ist pervers, dass die Wirtschaft über einen Fachkräftemangel und unzureichend qualifizierte BewerberInnen klagt, auf der anderen Seite aber weniger als 1/4 der Unternehmen überhaupt noch ausbilden. Hinzu kommt, dass Ausbildung nur unzureichend vergütet wird und eine Übernahme häufig unsicher ist. Somit befinden sich junge Menschen, selbst wenn sie eine Lehrstelle ergattern können, in einer nicht hinnehmbaren prekären Lage."

Den Ausbildungspakt der Bundesregierung sieht Linksjugend[’solid] als gescheitert an: "Wenn sich von Jahr zu Jahr immer mehr Jugendliche anstauen, die ohne Ausbildungsplatz schon so früh auf das Abstellgleis Hartz IV gestellt werden, fragen Wir uns, wie dreist die Verfechter des Paktes sein müssen, um immer wieder von einem Erfolg zu sprechen".

Vielmehr fordert der Jugendverband eine Ausbildungsplatzumlage: "Wer nicht ausbildet, muss zahlen. Die Unternehmen dürfen sich nicht länger aus ihrer Verantwortung, auszubilden, stehlen. Anders als beim Ausbildungsbonus sollen hier die Verursacher selbst die Zeche zahlen, nicht die SteuerzahlerInnen."

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