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Wir, der BundessprecherInnenrat von Linksjugend ['solid], verurteilen den hinterhältigen Anschlag auf zwei Teilnehmende des Sommercamps unserer Ortsgruppe Schwalm-Eder-Kreis am Neuenhainer See. Unsere Solidarität gehört den Opfern, unsere Verachtung den feigen Tätern.

Der Überfall erfolgte am frühen Morgen und wurde mit äußerster Brutalität durchgeführt. Der Haupttäter sitzt mittlerweile wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft, seine Komplizen wurden hingegen wieder freigelassen.

Wir sehen in dem Überfall eine direkte und gezielte Reaktion der faschistischen Kräfte in der Region auf die Teilnahme der Jugendlichen an einer Protestdemonstration am vergangen Samstag gegen eben die Zunahme von rechtsextremen Aktivitäten vor Ort. Eine Mitschuld sehen wir bei Behörden und Polizei, die auf die steigende Zahl an rechtsextremen Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis nicht reagiert  haben.  Die Tatsache des Anstiegs von rechtsmotivierten Straftaten ist seit langem bekannt, davon wird in der Öffentlichkeit aber fast keine Notiz genommen. Nicht zuletzt weil sie von konservativen Politiker, Behörden und Polizei heruntergespielt wird. Wie fordern Politiker aller Parteien und die Bevölkerung auf, sich aktiv gegen Rechtegewalt und die Umtriebe  der faschistischen und rassistischer Organisationen und Zusammenschlüsse zu stellen. Nur durch ein schnelles und entschlossenes Vorgehen können solche Überfälle in Zukunft verhindert werden. Jeder der wegschaut spielt den Tätern in die Hände!

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