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Julia Bonk zu Q-Rage: Pressefreiheit gilt auch für Schülerredakteure!

Linksjugend ['solid], Presse, Startseite >  22. December 2008

Zur Kritik an zwei 18-Jährigen Schülerzeitungsredakteuren für ihre Berichterstattung über das "Christival" und die Reaktion der Bundeszentrale für Politische Bildung erklärt Julia Bonk, Bundessprecherin von Linksjugend [solid]:

Demokratie nicht inbegriffen: Religion.

Pressefreiheit gilt auch für Schülerredakteure! Hetzkampagne christlicher Lobbyisten und Verhalten der Bundeszentrale "gänzlich inakzeptabel" 

Die Reaktionen auf den kritischen Artikel in der Q-Rage zum "Christival" zeigen sehr deutlich, welchen Einfluss Religionsvertreter auf junge Menschen zu nehmen versuchen. Leider zeigt genau dieser Angriff gegenüber den beiden 18-Jährigen Redakteuren, wie die Praxis christlicher Lobbyisten von den Grundprinzipien der Meinungs- und Pressefreiheit abweicht. 

Dass die Bundeszentrale darauf verweist, selbst keine polarisierenden Äußerungen machen zu können, mag korrekt sein. Die in ihren Projekten arbeitenden Schüler dem Druck einer riesigen Meinungsmacher-Maschine Preis zu geben, ist es nicht. Für das Einknicken der Bundeszentrale gilt also ihr Statement selbst: es ist "gänzlich inakzeptabel". Wie sollen so junge Menschen weiterhin vertrauensvoll für ihre Meinung eintreten in einem Projekt, das nach "Courage" benannt ist, ohne Sanktion zu fürchten? Wir gehen davon aus und hoffen, dass sie es einfach weiter und umso mehr auch nach diesem Vorfall tun werden.

Angesichts des antipluralistischen Einflusses, den Religionsvertreter auf junge Menschen nehmen wollen, verstärkt sich unsere Forderung nach der Abschaffung des Religionsunterrichts in den Schulen. Das hat noch nichts mit Kulturkampf zu tun, sondern wäre die korrekte Umsetzung des Grundsatzes der Trennung von Staat und Kirche.

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