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Bildungsstreik ist Beginn einer neuen Radikalisierung

Linksjugend ['solid], Presse, Startseite >  12. June 2009

Linksjugend [’solid], die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE, ruft zu zivilem Ungehorsam während des Bildungsstreiks in der nächsten Woche auf. In über 100 Städten werden Studierende, Schülerinnen und Schüler für einen Richtungswechsel in der Bildungspolitik demonstrieren. Dazu erklärt Haimo Stiemer, Bundessprecher der Linksjugend [’solid]:

„Die Unzufriedenheit an den Unis und Schulen ist groß. Das gesamte Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert und immer mehr junge Menschen bleiben auf der Strecke. Die neoliberale Bildungspolitik der Großen Koalition und von Rot-Grün hat nicht nur die Ökonomisierung des Bildungssystems vorangetrieben, sie hat auch den Leistungsdruck mit dem Turbo-Abitur und der Bachelor-Master-Reform massiv nach oben geschraubt. Wir unterstützen deshalb den Streik und rufen alle Verbandsmitglieder dazu auf, mit zivilem Ungehorsam und provokanten Aktionen den Streik vor Ort stark zu machen. Am 18. Juni wird es bundesweit fiktive Banküberfälle geben, bei denen wir das Geld der staatlichen Rettungsschirme für das marode Bildungssystem einfordern werden. Am 19. Juni werden wir die Kultusministerkonferenz in Berlin blockieren.

Die Resonanz vor Ort bei der Streikmobilisierung ist ausgesprochen positiv und wir rechnen mit weit mehr als 100.000 Streikenden in der nächsten Woche. Wir verstehen den Bildungsstreik als Einstieg in eine neue Radikalisierung junger Menschen. In vielen Städten haben sich Streikkomitees gegründet, die auch nach dem Streik weiterarbeiten wollen. Wir müssen gerade im Superwahljahr darauf orientieren, den Landesregierungen und der Großen Koalition Zugeständnisse abzuringen. Es geht nicht zuletzt darum, weitere Einsparungen im Bildungssystem in Folge der Krise abzuwehren und Druck zu machen für strukturelle Reformen, die das Bilddungssystem endlich öffnen."

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