Linksjugend ['solid] > 15. June 2008
Die Anerkennung des größten Verbrechens der Geschichte im deutschen Nationalsozialismus und der Kampf gegen jegliche geschichtsrevisionistische Lüge von Rechts und Verharmlosung des Holocausts ist unumstrittene Grundlage unserer Politik. Wir wissen um das Unrecht des Antisemitismus in ganz Europa und Amerika, der viele überlebende JüdInnen auf der Suche nach einer gesicherten Existenz nach Palästina vertrieben hat.
Wir wissen aber ebenso um das Unrecht der Vertreibung, der militärischen Besatzung und der Unterdrückung gegen die palästinensische Bevölkerung durch den israelischen Staat.
Die Shoa der JüdInnen in Europa und die Nakba der PalästinenserInnen im Nahen Osten sind historische Tatsachen. Die Erfahrung von Mord und Vertreibung existiert auf beiden Seiten. In ihrer Verschiedenheit, ihrem Ausmaß und ihrer Qualität lassen sie sich aber weder gleichsetzen, noch sind sie gegeneinander zu rechtfertigen.
Eine einseitige, unreflektierte Gut-Böse-Projektion auf den Nahen Osten lehnen wir deshalb ebenso ab, wie alle Versuche, Antisemitismus und Islamophobie gegeneinander zu rechtfertigen. Eine friedliche Lösung des Konflikts kann für uns als SozialistInnen nicht über ethnische Trennung und Mauern, nicht über Rassismus, Mord, Vertreibung und Besatzung, sondern nur auf Grundlage von gegenseitiger Anerkennung und Verhandlungen auf gleicher Augenhöhe stattfinden.
Eine wichtige Rolle nehmen dabei heute schon grenzübergreifende gemeinsame Initiativen von Israelis und PalästinenserInnen für den Frieden und gegen Rassismus und gegen Besatzung ein, mit denen Linksjugend ['solid] in eine solidarische und kritische Debatte um unseren Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten eintreten will.
(gemeinsamer Beschluss des BundessprecherInnenrates und des Länderrates der Linksjugend ['solid])
03.09. - 05.09. Anti-AKW-Wochenende
03.09. - 05.09. LMV Brandenburg
10.09. - 12.09. LMV Niedersachsen
11.09. - 01.12. HEIßER HERBST