19. Februar 2010 bis 21. Februar 2010

Auf dem Seminar wollen wir unsere eigenen Ideen darüber, was „Sozialismus“ sein kann, austauschen und herausfinden, inwieweit sich die verschiedenen Vorstellungen unterscheiden. Durch die kritische Annäherung an aktuelle Vorstellungen von sozialistischen Alternativen werden wir diskutieren, wie sich der Begriff im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Dabei wollen wir kurz anreißen, in welchem Verhältnis eigentlich die verschiedenen Vorstellungen von Sozialismus und Kommunismus zueinander stehen. Letztendlich untersuchen wir an 1-2 Beispielen, wonach Menschen außerhalb Europas streben, wenn sie vom Sozialismus als dem Ziel ihrer Politik sprechen, und was dies für uns bedeuten kann. Vorkenntnisse sind für die Teilnahme am Seminar nicht nötig.
Ort: Würzburg
TeamerInnen: Hendrik Weipert & Steffen Kühne
10. April 2010 bis 12. April 2010

Die Perspektive einer Gesellschaft jenseits des Kapitalismus ist angesichts der (Finanz-)Krise so salonfähig wie schon lange nicht mehr. Aber wie sieht der Weg dahin aus? Daran scheiden sich schon seit über 100 Jahren die Geister. Können Reformen zur Abschaffung des Kapitalismus führen? Oder läuft nix ohne einen revolutionären Bruch? Und vor allem: Was heißen diese beiden Standpunkte für die politische Praxis?
Den Streit um verschiedene Transformationsstrategien, den u. a. schon Rosa Luxemburg und Eduard Bernstein geführt haben, wollen wir in dem Seminar erhellen und am Ende überlegen, was das für Diskussionen in Schule, Uni oder Betrieb bedeutet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ort: Nürnberg
TeamerInnen: Ines Koburger & Marco Heinig
8. Mai 2010 bis 9. Mai 2010

An Rande fast jeder linken Demonstration kommt es zu Rangeleien mit der Polizei, in Berlin und anderen Städten kam das Anzünden von Autos als politische Aktion wieder in Mode und Orte wie Ausländerbehörden oder Sex-Shops sind klassische Ziele militanter Aktionen. Doch was bedeutet eigentlich Militanz, welche politischen Analysen und Perspektiven sind damit verbunden, wie ist das Verhältnis von Gewalt zu demokratischen Ansprüchen und welche Rolle spielen dabei globale Gewaltverhältnisse?
Die Prinzipien und Kulturen linker Strömungen sind zum Teil so unterschiedlich, dass es den Medien ein leichtes ist, Distanzierungen einzufordern und somit die „guten“ und „bösen“ Kritiker zu scheiden. Wir wollen in dem Seminar alte und neue Konzepte militanter Praxen diskutieren und dabei das spannungsreiche Verhältnis von Gewalt und emanzipatorischer Politik in den Blick nehmen.
Ort: Göttingen
TeamerInnen: Ines Koburger & Marco Heinig
25. Juni 2010 bis 27. Juni 2010

Warum denn den Staat kritisieren? Garantiert er nicht gerade in der Krise, dass nicht alles zusammenbricht? Wollen die Neoliberalen nicht weniger Staat, um alles dem Markt zu überlassen – Und muss die Linke dann nicht mehr Staat wollen, um den politischen Spielraum zu schützen? Oder nutzt das Rufen nach dem Staat eher denen, die von und in ihm profitieren? Auf dem Wochenendseminar wollen wir erarbeiten und diskutieren, welche Ansätze es gibt, die Funktion des Staates im Kapitalismus theoretisch zu erfassen. Was ist der bürgerliche Staat? Welche Funktion hat er? Dabei geht es zugleich um die Frage, welche Konsequenzen die theoretischen Auffassungen für die praktisch-politische Arbeit haben. Vorkenntnisse sind für die Teilnahme am Seminar nicht nötig.
Ort: Ruhrgebiet
TeamerInnen: Friedericke Hartwig & Daniel Poensgen
14. Oktober 2010 bis 17. Oktober 2010
Ihr wollt politische Bildung selber machen, durch linke Bildungsarbeit Emanzipation und Selbstbestimmung fördern und dafür verschiedenste und vielfältige Methoden nutzen? Politische Bildung kann mehr sein als verschulter Frontalunterricht! Auf der PRAXISWERKSTATT könnt ihr euch mit Themen beschäftigen, die darauf abzielen, euch Instrumente für eine erfolgreiche Planung und Durchführung verschiedenster eigener Veranstaltungen näher zu bringen. Manches davon könnt ihr in praktischen Übungen auf der Werkstatt gleich ausprobieren. Wir werden auf
Veranstaltungsformate und Situationen zurückgreifen, wie ihr sie selbst nutzt bzw. erlebt habt. Konkret bedeutet dies auf der Werkstatt eine Arbeit entlang dieser Fragen: Was verstehe ich unter kritischer politischer Bildung? In welche Rollen kann/sollte ich als TeamerIn schlüpfen? Was bedeutet soziales Lernen? Welche Methoden passen zu welcher Situation? Wie binde ich möglichst viele Anwesende ein?
Das Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. sucht ständig neue TeamerInnen. Wenn ihr euch bei uns einbringen wollt, ist die PRAXISWERKSTATT der richtige Ort um anzufangen.
Teamerinnen: Wenke Christoph, Rike Hartwig, Ines Koburger & Hendrik Weipert
TeilnehmerInnenbeitrag: 15 €
Nähere Infos und Anreisebeschreibungen werden bei Anmeldung mitgeteilt. TeilnehmerInnenbeitrag sind 10 Euro (Bitte zum Seminar mitbringen). Dafür werden Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernommen und eure Fahrtkosten zurückerstattet (DB 2.Klasse). Die Seminare beginnen am Samstag, aber ihr könnt schon am Freitag anreisen.
26.03. - 28.03. 3. Bundeskongress Linksjugend ['solid]